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Gemäß dem römischen „Zwölf-Tafel-Gesetz" wurden die Toten "extra muros" außerhalb der Mauern römischer Städte bestattet. Im antiken Rom waren alle Ausfallstraßen auch Gräberstraßen. In Richtung Süden waren das die Via Appia, die Via Latina und die Via Popilia; in Richtung Osten die Via Valeria und in Richtung Norden die Via Aurelia, die Via Cassia und die Via Flaminia. In erster Reihe, direkt am Straßenrand bauten dort die reichen Römer ihre - teilweise pompösen - Grabmäler.

Die Hauptausfall- und Gräberstraßen des römischen Köln waren in Richtung Süden die Severinstraße und im weiteren Verlauf die Bonner Strasse, in Richtung Süd-Westen die Luxemburger Straße in Richtung Westen die Aachener Straße und in Richtung Norden der Eigelstein, dessen heutiger Name sich von einem römischen Grabstein mit der Darstellung eines Adlers  ( lateinisch Agila ) später daraus phonetisch die Bezeichnung "Eigel-Stein" ableitet.


Die Severin-/ Bonner Straße kann als "Via Appia" Kölns bezeichnet werden, weil dort die prächtigsten Grabbauten des römischen Köln gestanden haben. Entlang dieser römischen Ausfallstraßen in Richtung Süden sind die Fundamente einiger Großgrabmäler, aber auch viele Grabaltäre, Grabsteine, Sarkophage und Erdbestattungen belegt.

Bis in die 60er Jahre war die bekannteste Fundstelle das römisch-fränkische Gräberfeld unter der Kirche St. Severin.

Seit 1967 ist es der etwas weiter südlich gelegene Chlodwigplatz. Hier, ca. 1,5 Kilometer vor dem römischen Südtor ( der Hohen Pforte am heutigen Waidmarkt ) standen mehrere Pfeilergrabmäler, darunter das Grabmal des Lucius Poblicius.

Direkt neben dem Poblicius-Grabmal hat in römischer Zeit zumindest ein weiteres Grabmal gestanden. Der Archäologe Joseph Klinckenberg weist bereits 1902 darauf hin, dass die vor 1885 am Chlodwigplatz gefundenen Quader zwei bzw. drei verschiedenen Grabbauten zuzuordnen sind.

Mehr zum Standort und möglichen weiteren Grabbauten in den Büchern "Grabungsfieber" und "Das Poblicius-Denkmal - Köln in Augusteischer Zeit"


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